Dr. Radomsky Coaching und Training

dvct zertifizierter Coach

​​Manchmal springt mich ein Bild, ein​e Melodie, ein Text an und ​krallt sich direkt ins Herz. Dann ​färbt sich der Tag mit ​verrückten Farben​. ​Dann spüre ich, wie die ​kühle Luft in meine Lungen dringt und das Blut in den Schläfen klopft. ​Dann merke ich wieder ​mit allen Fasern, ​dass ich lebe. Kennst du das? 

​Ein Text, der mich so ​berührt, heißt "Meine Seele hat es eilig". Wenn er auch oft ​Mário de Andrade zugeschrieben wird, soll sein wahrer Autor der brasilianische Schriftsteller Ricardo Gondim​ sein. ​Er schrieb ihn auf Portugiesisch, doch ich ​entdeckte ihn i​m Spanisch-Unterricht​ an der VHS. Danke, Antonia!

Weil er mich anrührt, habe ich ihn übersetzt und möchte ihn mit Dir teilen.

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Neuorientierung im Beruf 50plus: Meine Seele hat es eilig

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​Meine Seele hat es eilig

​​Ich zählte meine Jahre und entdeckte, dass mir weniger Lebenszeit bleibt als die, die ich bereits durchlebte.

​Ich fühle mich wie jenes Kind, das eine Packung Süßigkeiten gewann: Die ersten aß es mit Vergnügen, doch als es merkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es sie wirklich zu genießen.

Ich fühle mich wie jenes Kind, das eine Packung Süßigkeiten gewann: Die ersten aß es mit Vergnügen, doch als es bemerkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es sie wirklich zu genießen.

​Ich habe keine Zeit mehr für unendliche Konferenzen, wo man Statuten, Normen, Verfahren und interne Vorschriften diskutiert; wissend, das ​nichts erreich​t wird.

Ich habe keine Zeit mehr für unendliche Konferenzen, wo man Statuten, Normen, Verfahren und interne Vorschriften diskutiert, wissend, das man nichts erreichen wird.

​Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ​ungeachtet ihres ​Alters nicht gewachsen sind.

Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres chronologischen Alters nicht gewachsen sind.

​Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.

Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.

​Ich will nicht in ​Meetings sein, wo aufgeblähte Egos ​aufmarschieren.

Ich will nicht in Versammlungen sein, wo aufgeblähte Egos vorbeimarschieren.

​Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.

Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.

​Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Stellen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.

Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Stellen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.

​Die Menschen, die keine Inhalte diskutieren, sondern kaum die ​Titel.

Die Menschen, die keine Inhalte diskutieren, sondern kaum die Überschriften.

​Meine Zeit ist zu knapp, um Überschriften zu diskutieren.

Meine Zeit ist zu knapp um Überschriften zu diskutieren.

​Ich ​will das Wesentliche, denn meine Seele hat es eilig.

Ich brauche das Wesentliche, denn meine Seele hat es eilig.

​Ohne viele Süßigkeiten in der Packung...

ohne viele Süßigkeiten in der Packung...

​Ich möchte neben Menschen ​leben, die sehr menschlich sind.

Ich möchte an der Seite von Menschen leben, die sehr menschlich sind.

​Die über ihre Fehler lachen können.

Die über ihre Fehler lachen können.

​Die sich auf ihre Erfolge nichts einbilden.

Die sich auf ihre Erfolge nichts einbilden.

​Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen.

Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen.

​Die nicht vor ihren Verantwortungen fliehen.

Die nicht vor ihren Verantwortungen flüchten.

​Die die menschliche Würde verteidigen.

Die die menschliche Würde verteidigen.

​Und die nur an der Seite ​​der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.

Und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.

​Das Wesentliche ist das, was das Leben lohnenswert macht.

Das Wesentliche ist das, was das Leben lohnenswert macht

​Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die das Herz anderer ​zu berühren wissen.

Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die das Herz anderer Menschen zu berühren wissen.

​Menschen, denen die harten Stöße des Lebens beibrachten zu wachsen ​​mit sanften Berührungen der Seele.

Menschen, denen die harten Stöße des Lebens beibrachten zu wachsen - mit sanfte Berührungen der Seele.

​Ja ... ich habe es eilig ... um mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.

Ja ... ich habe es eilig ... um mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.

​Ich versuche, keine der Süßigkeiten zu verschwenden, die mir noch bleiben.

Ich versuche, keine der Süßigkeiten zu verschwenden, die mir bleiben.

​Ich bin sicher, dass sie köstlicher sein werden als die, die ich bereits gegessen habe.

Ich bin sicher, dass sie köstlicher sein werden als die, die ich bereits gegessen habe.

​Mein Ziel ist, das Ende zufrieden zu erreichen - in Frieden mit mir, meinen Liebsten und meinem Gewissen.

Mein Ziel ist, das Ende zufrieden zu erreichen - in Frieden mit mir, meinen Liebsten und meinem Gewissen.

Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du merkst, dass du nur eines hast.

Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du merkst, dass du nur eines hast.
Mario de Andrade (Brasilienischer Schriftsteller 1893 - 1945)
Ich zählte meine Jahre und entdeckte, dass mir weniger Lebenszeit bleibt als die, die ich bereits durchlebte.

Mi alma tiene prisa

​Conté mis años y descubrí, que tengo menos tiempo para vivir de aquí en adelante, que el que viví hasta ahora…

​Me siento como aquel niño que ganó un paquete de dulces: los primeros los comió con agrado, pero, cuando percibió que quedaban pocos, comenzó a saborearlos profundamente.

Me siento como aquel niño que ganó un paquete de dulces: los primeros los comió con agrado, pero, cuando percibió que quedaban pocos, comenzó a saborearlos profundamente.

​Ya no tengo tiempo para reuniones interminables, donde se discuten estatutos, normas, procedimientos y reglamentos internos, sabiendo que no se va a lograr nada.

Ya no tengo tiempo para reuniones interminables, donde se discuten estatutos, normas, procedimientos y reglamentos internos, sabiendo que no se va a lograr nada.

​Ya no tengo tiempo para soportar a personas absurdas que, a pesar de su edad cronológica, no han crecido.

Ya no tengo tiempo para soportar a personas absurdas que, a pesar de su edad cronológica, no han crecido.

​Ya no tengo tiempo para lidiar con mediocridades.

No quiero estar en reuniones donde desfilan egos inflados.

Ya no tengo tiempo para lidiar con mediocridades.

​No tolero a manipuladores y oportunistas.

No tolero a manipuladores y oportunistas.

​Me molestan los envidiosos, que tratan de desacreditar a los más capaces, para apropiarse de sus lugares, talentos y logros.

Me molestan los envidiosos, que tratan de desacreditar a los más capaces, para apropiarse de sus lugares, talentos y logros.

​Las personas no discuten contenidos, apenas los títulos.

Las personas no discuten contenidos, apenas los títulos.

​Mi tiempo es escaso como para discutir títulos.

Mi tiempo es escaso como para discutir títulos.

​Quiero la esencia, mi alma tiene prisa…

Quiero la esencia, mi alma tiene prisa…

​Sin muchos dulces en el paquete…

Sin muchos dulces en el paquete…

​Quiero vivir al lado de gente humana, muy humana.

Quiero vivir al lado de gente humana, muy humana.

​Que sepa reír, de sus errores.

Que sepa reír, de sus errores.

​Que no se envanezca, con sus triunfos.

Que no se envanezca, con sus triunfos.

​Que no se considere electa, antes de la hora.

Que no se considere electa, antes de hora.

​Que no huya, de sus responsabilidades.

Que no huya, de sus responsabilidades.

​Que defienda, la dignidad humana.

Que defienda, la dignidad humana.

​Y que desee tan sólo andar del lado de la verdad y la honradez.

Y que desee tan sólo andar del lado de la verdad y la honradez.

​Lo esencial es lo que hace que la vida valga la pena.

Lo esencial es lo que hace que la vida valga la pena.

​Quiero rodearme de gente, que sepa tocar el corazón de las personas…

Quiero rodearme de gente, que sepa tocar el corazón de las personas…

​Gente a quien los golpes duros de la vida, le enseñó a crecer con toques suaves en el alma.

Gente a quien los golpes duros de la vida, le enseñó a crecer con toques suaves en el alma.

​Sí… tengo prisa… por vivir con la intensidad que sólo la madurez puede dar.

Sí… tengo prisa… por vivir con la intensidad que sólo la madurez puede dar.

​Pretendo no desperdiciar parte alguna de los dulces que me quedan…

Pretendo no desperdiciar parte alguna de los dulces que me quedan…

​Estoy seguro que serán más exquisitos que los que hasta ahora he comido.

Estoy seguro que serán más exquisitos que los que hasta ahora he comido.

​Mi meta es llegar al final satisfecho y en paz con mis seres queridos y con mi conciencia.


Mi meta es llegar al final satisfecho y en paz con mis seres queridos y con mi conciencia.

Tenemos dos vidas y la segunda comienza cuando te das cuenta que sólo tienes una.

Tenemos dos vidas y la segunda comienza cuando te das cuenta que sólo tienes una.
Conté mis años y descubrí, que tengo menos tiempo para vivir de aquí en adelante, que el que viví hasta ahora…

Ricardo Gondim (São Paulo, Brasilien)
​- oft Mário de Andrade ​zugeschrieben -

Wie geht es Dir, wenn Du das Poem liest? ​

Richtigstellung 23.07.​/ 12.08.18:
Ein Leser wies mich darauf hin, dass Ricardo Gondim (und nicht Mário de Andrade) das Poem verfasst hat. Hier zwei Links dazu:

Vielen Dank an Dr. Hans Benno Asseburg ​aus Brasilien für die​ Informationen zu Ricardo Gondim und​ an Rolf S. für d​en Link ​zum portugiesischen Originaltext.

http://www.cordialmentepxg.com/2016/07/25/mi-alma-tiene-prisa-poema-golosinas/

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Christine Radomsky


Wie wäre es: Wieder mehr Freude, Sinn und Erfolg in der Arbeit erleben, auch wenn du schon viele Jahre im gleichen Unternehmen arbeitest? Dr. Christine Radomsky begeistert sich für gute Arbeit, die Menschen froh macht. ​Ihr Herz schlägt für neugierige Menschen, ihre Teams und Digitaltechnologien. Als Spurwechsel-Coach hilft sie berufserfahrenen Angestellten, sich im Beruf weiterzuentwickeln oder einen neuen Job zu finden. Tiefe berufliche Umbrüche kennt sie aus eigenem Erleben: von der Physikerin zur Software-Ingenieurin, von der Teamleiterin zum Coach. Für lebenserfahrene Menschen im beruflichen Umbruch, die in einer Welt schnellen Wandels erfüllter leben wollen, entwickelt sie gemeinsam mit ihrem Partner Dr. Michael Radomsky Onlinekurse zur Selbstführung. Auf ihrem Blog unter alcudina.de/sinncoach_blog teilt sie Anregungen für lebenslange persönliche Entwicklung und ein sinnerfülltes Leben. Ihr Buch "Willkommen in der Welt der Digital Natives" (Redline-Verlag 2019) führt vergnüglich durch die digitale und menschliche Arbeitswelt von heute und morgen.

  1. Mir hat es jetzt keine Ruhe gelassen, deshalb nochmal ein Hinweis:
    Scheinbar gibt es eine Verwechselung mit dem Autoren Mário Coelho Pinto de Andrade (1928-1990), der bereits einen ähnlichen Text “O valioso tempo dos maduros” geschrieben haben soll.
    (siehe auch: http://direitoeavesso-pepa.blogspot.com/2010/03/mario-de-andrade-o-valioso-tempo-dos.html
    http://entrefotoseversos.blogspot.com/2011/05/o-valioso-tempo-dos-maduros-mario-pinto.html).
    Ich war leider damals nicht dabei und habe auch nicht die Originalfassungen, kann also leider keine “objektivere” Wirklichkeit beschreiben.
    Ich finde es aber interessant, wie die verschiedenen Wirklichkeiten entstehen und sich verbreiten und empfehle jedem dem es ähnlich geht die Lektüre: Überfälle auf die Wirklichkeit.
    Liebe Grüße

    1. Guten Tag Natascha, vielen Dank für deine Hinweise zum möglichen Autor. Wie du der grauen Box am Ende des Blogartikels entnehmen kannst, kannte ich das Poem ursprünglich wie du als Werk von Mario Andrade. Mehrere Blogkommentare wie die von Rolf und Dr. Hans Benno Asseburg lassen mich denken, dass es doch eher auf Ricardo Gondim zurückgeht. Deine Links führen übrigens auf Sekundärquellen, sind also kein Beweis. Eine weitere Diskussion der Autorenschaft und die endgültige Aufklärung überlasse ich Literaturexperten. Sie geht auch über das Thema dieses Artikels hinaus, in dem es um die inhaltliche Aussage des Poems stand. Ich freue mich, dass der Text viele Leser berührt hat, und schließe jetzt die Kommentarfunktion.
      Viele Grüße
      Christine

  2. Ich bin doch etwas verwirrt, denn in der Erklärung bezieht sich Gondim, auf das Gedicht ” “O Tempo que Foge” und nicht auf “Mi alma tiene prisa”.
    Escrevi “O Tempo que Foge”. Alguém o fez circular como de um Autor Anônimo. Depois, disseram que era de Mário de Andrade. Agora, por último, me acusam de tê-lo roubado de Rubem Alves. Insisto, o texto é meu. Eu o escrevi no meu computador, na privacidade de meu ambiente de trabalho e está publicado no meu livro “Creio, mas tenho Dúvidas”, Editora Ultimato.
    Das Widerlegt meiner Meinung nach somit nicht, dass das Gedicht von Mário de Andrade stammt, oder habe ich da etwas übersehen?
    LG
    Liebe Grüße

  3. Was haben Sie für eine tolle Seite geschaffen.
    Ich bin wegen des Gedicht auf Ihre Seite gestoßen, das mir heute während eines Telefonat vorgelesen wurde (allerdings offensichtlich nicht auf den korrekten Autor attribuiert).
    Übrigens stehe ich gerade mit 58 Jahren vor einem “Karrieresprung” vor dem ich gehörigen Respekt habe. Ich wage, den Schritt dennoch, weil ich nach einem anspruchsvollem Studium, schwierigen ersten beruflichen Schritten (wegen des damals schwierigen Arbeitsmarkt für Akademiker), beruflichem Wiedereinstieg nach einer längeren Familienphase zwischen 32 und 42, einer schweren Zeit mit Scheidung und Zerbrechen der Familie, nachfolgend beruflichem Aufbau (mit Unterstützung meines neuen Partners) oft denke, dass das noch nicht alles gewesen sein kann.

    1. Liebe Mara,
      ganz herzlichen Dank für Ihren wertschätzenden Kommentar. Ihren Respekt vor dem anstehenden Karrieresprung kann ich mir gut vorstellen – alle Achtung. Was für einen beeindruckender Lebensweg Sie haben. Und es stimmt ja – mit 58 ist noch so viel drin für Sie. Wir Lebenserfahrenen sind vielleicht nicht mehr ganz so fix wie die Jungen, dafür wissen wir, was wirklich zählt und können auf reiche Erfahrungen (besonders im zwischenmenschlichen Bereich) zurückgreifen. Ich drücke Ihnen fest die Daumen.
      Herzlichst
      Christine
      P.S.: Ich freue mich sehr, dass Ihnen unsere Seite gefällt.

  4. Liebe Frau Dr. Radomsky,
    Hallo, völlig überrascht erreichte ich diese für mich sehr tiefgründig angelegte Seite- Danke. Das von mir mit tiefstem Gefühl gelesene Gedicht trifft meine Lebenseinstellung genau. Danke für diese Seite. Gern nehme ich das Angebot zum regelmäßigen Lesen dieses Blogs.
    Ich bin nun , für mich “erst” 68 Jahre, doch überzeugt, dass meine Lebenseinstellung so richtig ist, wie ich mein Leben lebe.
    Es gibt zu viele unreife Menschen, die das Leben missachten – ich denke nur an die auf mich immer schrecklicher werdenden Fernsehsendungen, fast nur noch Action, Kriminalität, Terror – ein Glück, dass Menschen eben durch diese UNREIFEN in Ihren Ansichten wachsen können. Aber muss denn alles so krass sein???
    Diese Fragen werde ich nicht beantworten können, denn auch ohne mein ZUTUN wird das Leben weiter gehen.
    L G. Eva H.

    1. Liebe Frau Eva H,
      herzlichen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung. Wie schön, dass Sie das Gedicht berührt hat und ihre Lebenseinstellung trifft. Ich freue mich sehr, dass Ihnen unser Blog gefällt und Sie ihn regelmäßig lesen wollen. Willkommen in der SinnCoach-Gemeinschaft! Unsere Leser sind wie Sie in der zweiten Lebenshälfte – ab Mitte 40 und nach oben offen. Und es stimmt – mit 68 Jahren haben Sie ja noch so viel vor sich. Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Einstellung zum Leben als etwas Wertvolles wie eine Decke ist, die Sie vor der Kälte schützt, die oft so unbedacht von manchen Medien verbreitet wird.
      Liebe Grüße
      Christine Radomsky

  5. Dieses wunderbare Gedicht
    hat mich sehr berührt .
    Es begleitet mich jeden Tag,
    und ich habe das Gefühl ,ich habe die doppelte Zeit gelebt.
    Herzliche Grüsse ,
    Friedrich in Weimar,

  6. Liebe Christine,
    Danke für die umgehende Richtigstellung der Urheberschaft des Poems “Meine Seele hat es eilig” (O tempo que foge – Ricardo Gondim). Wie ich sehe, hat sich die Information über deinen Blog im Internet schnell verbreitet. das ist gut.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Benno Asseburg

  7. Vielleicht meint der “Engel der Langsamkeit”
    von Jutta Richter Ähnliches, aber liebevoller und zärtlicher

    Ein Engel hat immer für dich Zeit,
    das ist der Engel der Langsamkeit.
    Der Hüter der Hühner, Beschützter der Schnecken,
    hilft beim Verstehen und beim Entdecken,
    schenkt die Geduld, die Achtsamkeit,
    das Wartenkönnen, das Lang und Breit.
    Er streichelt die Katzen, bis sie schnurren,
    reiht Perlen zu Ketten, ohne zu murren.

    Und wenn die Leute über dich lachen,
    und sagen, du musst doch schneller machen,
    dann lächelt der Engel der Langsamkeit
    und flüstert leise: Lass dir Zeit!
    Die Schnellen kommen nicht schneller ans Ziel.
    Lass den doch rennen, der rennen will!

    Ein Engel hat immer für dich Zeit…
    Er sitzt in den Ästen von uralten Bäumen,
    lehrt uns, den Wolken nachzuträumen,
    erzählt vom Anbeginn der Zeit,
    von Sommer, von Winter, von Ewigkeit.
    Und sind wir müde und atemlos,
    nimmt er unsren Kopf in seinen Schoß.

    Er wiegt uns, er redet von Muscheln und Sand,
    von Meeren, von Möwen und von Land.

    Ein Engel hat immer für dich Zeit
    Das ist der Engel der Langsamkeit…

    1. Guten Tag Heinz Peter,
      das Gedicht kannte ich noch nicht – einen “Engel der Langsamkeit” hätte ich auch zuweilen gern an meiner Seite.
      Dankeschön und ein gesundes, frohes 2019
      Christine

  8. ich bin 80 jahre alt. habe vor gut 1 jahr meinen mann gehen lassen müssen, nach langer pflege von mir. der Artikel , meine seele hat es eilig, ist sehr zutreffend für mein leben. nach dem Tode meines Mannes sehe ich, dass mir nicht mehrviel zeit bleibt, wieviel? hatte mich sehr zurückgezogen, konnte keine menschen mehr ertragen. jetzt erlebe ich, was gute freunde sind, die mich wieder ins leben rufen. aber ich mache nur noch dinge, die ICH will. nutze meine verbleibende zeit sehr ausgewählt. brauche vieles nicht mehr, habe vieles verschenkt. . freue mich über die fürsorge meiner Familie .vermisse nichts doch einen sehr, meinen SCHATZ

    1. Liebe Frau Aumann, vielen Dank, dass Sie Ihre Gedanken hier mit uns teilen. Nur gut, dass Sie Freunde haben, die Ihnen nach dem Verlust Ihres Mannes zur Seite stehen. Sie schreiben, dass Sie Ihre Zeit jetzt sehr bewusst nutzen und sich auf das konzentrieren, was Ihnen wichtig ist. Meine Hochachtung! Ich wünsche Ihnen alles Gute.
      Herzlichst
      Christine Radomsky

  9. Einfach ergreifend…..bin in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden und mein Leben ist gespickt mit schönen, aber weitaus böseren Jahren. Dieses Gedicht hat mich derart angesprochen, dass ich mich auf diesem Wege bedanken möchte, dass man es als App. mir zugesandt hat.
    Danke für die Übersetzung und gerne mehr.

    1. Liebe Frau Meier, gern habe ich das Gedicht übersetzt und freue mich, dass es Sie angesprochen hat. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie sich oft an Ihre schönen Jahre erinnern… Dankeschön für Ihren Kommentar und viele Grüße
      Christine Radomsky

  10. Pingback: „Meine Seele hat es eilig.“ – Ein Gedicht über die Zeit, die uns bleibt | ANEWFRIEND
  11. Liebe Christine Radomsky
    Heute erhielt ich über WhatsApp das Gedicht “Meine Seele hat es eilig”. Natürlich holprig geschrieben und mit falscher Autorschaft, wie ich eben jetzt erfahren habe.
    Meine Frage an Dich: Darf ich Deine Übersetzung am Ende meines neuesten Buches
    “Teamwork: Mutter & Tochter” anfügen?
    Vielen Dank für Deine geschätzte Antwort und liebe Grüße aus der Schweiz, Isabella von Seckendorff

    1. Liebe Isabella,
      ja, gern. Bitte mit Hinweis auf den brasilianischen Autor und auf mich als (Hobby)Übersetzerin. Ich finde es erstaunlich, dass es keine Profi-Übersetzung ins Deutsche gibt; zumindest habe ich im Netz keine gefunden. Ich wünsche dir viel Erfolg für dein neues Buch!
      Herzliche Grüße nach Zürich
      Christine

  12. Ich habe das Poema von Freunden auf Italienisch bekommen. Es hat mich so berührt, dass ich sofort geschaut habe, ob es die deutsche Übersetzung gibt. Der Inhalt drückt das aus, was wir oft in der Frenetik der Zeit vergessen, die Tage vergehen oft ohne dass wir sie bewusst leben.

  13. Liebe Christine,

    über WhatsApp erhielt ich das Gedicht, welches mich sehr berührt hat. Leider ließ die Übersetzung zu wünschen übrig und die Urheberschaft war auch nicht korrekt angegeben. Bei einer Recherche im Internet stieß ich dann auf Deine lesenswerte Website und den guten Beitrag von Herrn Dr. Asseburg, der auf den wahren Urheber hinweist. Doch sein Hinweis auf den portugiesischen Originaltext führt auch nur zu einem “Text aus zweiter Hand”.

    Inzwischen habe ich herausgefunden, dass der brasilianische Theologe Ricardo Gondim Rodrigues den Text unter dem Titel “Tempo que foge!” am 10.5.2008 verfasst und auf seiner Website veröffentlicht hat. Daher schlage ich vor, dass Sie Ihren Link auf den Originaltext ändern in http://www.ricardogondim.com.br/poemas/1401/.

    Herzliche Grüße
    Rolf

    1. Lieber Rolf,
      vielen Dank für den Link auf den Originaltext. Ich bin deinem Vorschlag gefolgt und habe den Link auf den “Text aus zweiter Hand” durch deinen ersetzt. Es freut mich, dass du unsere Website lesenswert findest – vielleicht schaust du ja ab und an vorbei.
      Herzliche Grüße
      Christine

  14. Hallo, ich weiß nicht ob hier noch jemand reinschaut, aber ich habe mich auch mit dem Gedicht befasst “was die Seele berührt…” und bin bei dem Schriftsteller Ricardo Gondim fündig geworden. Allerdings hat er es etwas anders beschrieben, als hier überall dargestellt wird.
    siehe auch: https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=pt&u=http://www.ricardogondim.com.br/&prev=search
    man kann es auch unter Ricardo Gondim finden unter “die Zeit flieht”…
    es könnte doch auch sein, dass er sich angelehnt hat an den Kollegen seiner Zeit… wenn es wirklich von Andrade wäre, es wäre kürzer und der “Redensart” von jener Zeit passender…

    Gruß an alle hiermit
    HR

    1. Hallo Hanne,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja – in der ursprünglichen Fassung dieses Blogbeitrags vom letzten Jahr hatte ich das Gedicht irrtümlich Mario de Andrade zugeordnet. Seit 23.07.18 enthält der Beitrag jedoch eine Richtigstellung (grauer Kasten am Ende), in dem ich auf Ricardo Gondim verweise und verlinke. Genau der Autor, den auch du nennst.
      Viele Grüße Christine

  15. Liebe Christine… ich habe soeben das Gedicht per WhatsApp von meiner Cousine geschickt bekommen.. allerdings in einer wesentlich uneleganteren Übersetzung.. ich würde das Gedicht in deiner Übersetzungsversion gern für meinen YouTube-Kanal einlesen mit dem Hinweis auf die korrekte Urheberschaft Ricardo Gondims. Ich bin derzeit dabei mich als Vorleser zu profilieren, um Menschen Literatur im Allgemeinen und die Lust am Lesen als Kulturgut näher zu bringen. Es wäre schön, wenn ich deine Erlaubnis dazu bekäme. Vielen Dank Lars – Der Vorleser

    1. Lieber Lars, deine Idee Vorleser zu werden finde ich großartig. Ich wünsche dir viele Zuhörer, die sich von deiner Lust an Sprache und Literatur anstecken lassen.
      Gern kannst du meine Übersetzungsversion von Ricardo Gondims Poem in deinem YouTube Kanal verwenden. Bin allerdings Laie und keine professionelle Übersetzerin. Wenn dir also elegantere Formulierungen einfallen, nur zu. Alles Gute für dich und dein Projekt.
      Christine

  16. Und denen mit Toleranz gegenübertreten zu können , welche glauben nur das Richtige im Leben gelebt zu haben. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, nicht dankbar genug gewesen zu sein, für ein Leben, welches andere nicht in 100 Jahren er-lebten. Ja, ich freue mich auf das 2. Leben, welches uns Christen zugesagt wurde.

    1. Toleranz für Menschen mit anderen Lebensentwürfen und Dankbarkeit für all das Gute in unserem Leben – das sind auch für mich zwei ganz wichtige Facetten lebenserfahrener Menschen. Vielen Dank für deinen Kommentar, Hans.

  17. Liebe Christine. Ich bin auf deinen Blog gestoßen, als ich im Internet zu dem wunderschönen, Mario de Andrade zugeschriebenen Gedicht, “Meine Seele hat es eilig” recherchierte. Das Gedicht wurde mir ursprünglich von einer Freundin in Deutschland über WhatsApp zugeschickt, allerdings in einer anderen und etwas holprigen Übersetzung. Bei der Urheberschaft Mario de Andrade meldete sich in meinem Hinterkopf ein Fragezeichen. Ich schätze Mario de Andrades Schriften sehr. Dieses Gedicht aber war mir bisher unbekannt. Deshalb meine Recherchen im Internet, auch um den Originaltext kennenzulernen. Ergebnis der Recherchen: Autor des Gedichts ist nicht Mario de Andrade sondern Ricardo Gondim, ein Zeitgenosse. Da du, wie ich aus deinem Blog entnehme, Spanisch sprichst, verstehst du vielleicht auch ein wenig Portugiesisch. In diesem Link kannst du den Originaltext lesen: http://www.asomadetodosafetos.com/2016/04/o-tempo-e-as-jabuticabas.html . Er ist etwas ausführlicher als in deiner Übersetzung – sehr schön und spricht von menschlicher Reife. In diesem weiteren Link äußert sich der Autor selbst entrüstet zur Verwechslung der Urheberschaft seines Gedichts: http://www.ricardogondim.com.br/poemas/querem-roubar-e-ainda-me-chamam-de-ladrao/ . Auch hier in Brasilien läuft dieses Gedicht durch die sozialen Netzwerke mit irreführender Urheberschaft. Neben Mario de Andrade wird es dem Theologen und Psychoanalytiker Rubem Alves zugeschrieben. Sicher würdest du Ricardo Gondim und der Wahrheit einen großen Gefallen tun, wenn Du die Urheberschaft dieses schönen Gedichts in deinem Blog richtigstellen könntest.

    Liebe Grüße,

    Benno Asseburg
    bennoasseburg@gmail.com

    1. Lieber Benno,
      ganz herzlichen Dank, dass du mir deine Recherche-Ergebnisse zum Ursprung dieses Gedichtes geschickt hast. Vor dem Schreiben des Blogartikels hatte ich auch etwas recherchiert, allerdings kannte ich den Originaltitel nicht. Nun steht am Ende des Blogartikels eine Richtigstellung mit dem Verweis auf deine Recherche.
      Liebe Grüße nach Brasilien
      Christine Radomsky

  18. Liebe Frau Dr. Radomsky,
    auf Ihre Internetseite und die von Ihnen veröffentlichten Texte/Gedichte von Mário de Andrade bin ich durch Zufall gestoßen. Ich bin ein “End-50er” und Maschinenbauingenieur. Nach einer persönlichen Krise vor einigen Jahren habe ich angefangen zu malen. Die beiden Texte/Gedichte von Mário de Andrade geben sehr genau wieder, was mich zurzeit bewegt. Das Gedicht “Meine Seele hat es eilig” ist fast wie ein Spiegel meiner Empfindung.

    Der Text “Manchmal springt mich ein Bild…” sagt sehr passend das aus, was ich bei den Betrachtern meiner Werke auslösen möchte. Ich habe diesen Text deshalb auf der Internetseite mit meinen Bildern und Gemälden, die ich zur Zeit Aufbau, übernommen. Als Quelle habe ich Ihre Internetseite genannt und “verlinkt” (www.ww-bilder.de). Ich hoffe, dass Sie keine Einwände haben.

    Da ich mit meiner Malerei das tue, was Sie hier beschreiben, bin ich auf Ihre Antwort gespannt.

    Lieber Grüße WWSt

    P.S. Derzeit möchte ich bei meiner Malerei nur meine Initialen bzw. das Pseudonym WWSt verwenden. Ich hoffe Sie haben Verständnis dafür.

    1. Lieber WWSt,
      ich freue mich sehr, dass Sie durch Zufall unsere Seite entdeckt haben. Als Maschinenbauingenieur Ende 50 haben Sie vermutlich schon viel Spannendes, aber auch Frustrierendes in Ihrem Job erlebt. Toll, dass Sie sich nebenberuflich in Ihren Gemälden ausdrücken! Habe auf Ihre Webseite geschaut und staune über Ihre kreativen Techniken.
      “Meine Seele hat es eilig” ist fast ein Spiegel Ihrer Empfindungen, schreiben Sie. Wie schön, dass der Dichter den Wunsch vieler reifer Menschen, zum Wesentlichen vorzudringen und sich von hohlen Ritualen zu verabschieden, so auf den Punkt gebracht hat.

      Gern können Sie den Eingangstext des Blogartikels zitieren und auf unsere Website verlinken. “Manchmal springt mich ein Bild, eine Melodie, ein Text an …”, ist allerdings nicht von Andrade, sondern von mir :-). Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt.

      Klar habe ich volles Verständnis dafür, dass Sie noch unter Pseudonym unterwegs sind. Es kommt sicher der Tag, an dem Sie sich outen können und wollen. Falls Sie dann Lust auf ein kleines Interview haben, freue ich mich, wenn Sie sich bei mir melden. Warum? Ich bin Fan von Menschen, die jenseits der Lebensmitte noch mal etwas ganz anderes wagen und ihre Potenziale entfalten. Auf unserem youTube-Kanal finden Sie z.B. ein Interview mit einem Softwareingenieur Ende 50, der heute als Musiker arbeitet. https://youtu.be/47K6IZ0jamQ
      Liebe Grüße
      Christine Radomsky

      1. Liebe Christine,
        (ich nehme jetzt auch mal die in Blogs übliche “Du-Form”)

        vielen Dank für die Antwort und das positive Feedback auf meine Bilder.
        Die Quelle bzw. Urheberschaft für das Gedicht “Manchmal springt mich ein Bild, eine Melodie, ein Text an …” habe ich auf beiden Seiten angepasst. Auf der Seite “Über WW-Bilder” ( http://www.ww-bilder.de/ueber.html ) habe ich auch einen Satz zu Deiner Person aufgenommen.

        Dein Angebot zu einem kleinen Interview nehme ich, zu gegebener Zeit, gerne an. Wie ich ja auch auf der Internetseite schon kurz angesprochen habe, hat mich eine persönliche Krise dazu gebracht, meine Lebensziele und -inhalte zu überdenken. Hierzu und besonders natürlich zu meiner Malerei würde ich gerne etwas erzählen. Ich denke, dass dies auch anderen Menschen inspirieren kann etwas für ihre innere Zufriedenheit zu tun.

        Liebe Grüße
        WW

        1. Lieber WW,
          ich freue mich, wieder von dir zu hören. Vielen Dank für die Korrektur der Urheberschaft und den freundlichen Satz zu meiner Person auf deiner Bilder-Seite. Super, dass wir zu gegebener Zeit ein kleines Interview miteinander machen können. Du hast in einer persönlichen Krise deine Lebensziele und -inhalte überdacht und deinen Ausweg entdeckt. Ich denke, diese Frage stellen sich viele: Wie komme ich als lebenserfahrener Mensch aus einer Krise raus, welche Potenziale kann ich wecken, um wieder mehr Erfüllung zu finden. Du hast deinen Weg der Malerei gefunden – ich freue mich darauf, im Interview mehr davon zu erfahren. Wann immer das sein wird.
          Liebe Grüße
          Christine

  19. …ein Text, der sich gerade anfühlt als würde ich in den Spiegel blicken…
    Ich hatte ihn ebenfalls über Whatsapp bekommen und den Autor gegoogelt. So bin auch ich auf diese Seite gestoßen.
    Nichts geschieht aus Zufall 🙂

    1. … ein Text, der sich anfühlt, als würde ich in den Spiegel blicken …
      Ich hätte nicht schöner sagen können, wie es mir selbst geht, wenn ich die Zeilen von Andrade lese. Danke, Anja.

  20. Lieben Dank für diesen wunderbaren Text .
    Ich habe ihn heute auf WhatsApp erhalten . Dort ist er stark verändert erschienen .
    Ist der Text auf dieser Seite der Originaltext oder ist er hier verändert worden ?
    Liebe Grüße Silvia ❤️

    1. Sehr gern, liebe Sylvia. Den spanischen Text habe ich von meiner früheren Spanischlehrerin bekommen, einer Muttersprachlerin und Romanistin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ihn verändert hat. Ins Deutsche habe ich ihn selbst übersetzt und mich dabei eng an die spanische Fassung gehalten. Weil ich weder Dolmetscherin noch Dichterin bin, gibt es vermutlich auch poetischere Übertragungen. Wie auch immer – ich freue mich, dass dir Andrades Text gefällt.

  21. dear christine ,
    the poem hit me at a moment where, after 20 years of dedication , i quit my job… after endless fights and energy consuming battles with a toxic colleague .
    i feel very released, enjoy the summer and recharge my battery , looking forward for a new job challenge with 50+… maybe i should contact you !

    1. Dear Ose, Congratulations for your decision to quit your job! Even if we work with dedication in a job dear to our heart, toxic relationships with a colleague or boss may deprive us of joy, energy and self-confidence. I’m so glad to hear that the poem hit you at the right moment. Yes, take your time to enjoy the summer and recharge your batteries. And then… I’m confident you are going to find a new job where your competences and the experience of 20+ years will be appreciated. 50+ is a great age nowadays. If you somewhere down the road are looking for coaching support please let me know: c. radomsky(at)alcudina.de. Have a nice summer!

  22. Hallo, mir wurde das Gedicht heute über whatsapp geschickt … es sprach mich ähnlich stark an wie das von Charlie Chaplin… und auch ich habe recherchiert … und bin so hierher gelangt… bin 58, jobaussteigerin, Künstlerin, Lebensbegleiterin in ein zweites, wesentlicheres, reiferes Leben… Toll, dass Sie das auch tun und wollen… ich selbst bin nicht nicht ganz und nicht immer in meiner Essenz und aus Herz & Seele lebend… täglich übt die Meisterin.

    1. Hallo Sabine, schön, dass Sie über das Gedicht auf unsere Seite gekommen sind. Mir geht es wie Ihnen – das Gedicht von Andrade spricht mich stark an. Mit dem von Chaplin meinen Sie vermutlich “Als ich mich selbst zu lieben begann”, ja? Auch ein tolles Gedicht. 58 ist ein großartiges Alter für ein zweites, wesentlicheres Leben, finde ich. Ich wünsche Ihnen und den Menschen, die Sie begleiten, alles Gute. “Täglich übt die Meisterin…”. Ja, genau!

      1. Hallo Christine, der wunderschöne Text “Als ich mich selbst zu lieben begann…” wird oft irrtümlich Charlie Chaplin zugeschrieben, stammt aber eigentlich von Kim McMillen.

        1. Hallo Hans, das ist ja interessant – werde ich bei Gelegenheit einmal recherchieren. Mit den Autoren muss ich vorsichtig sein :-). Vielen Dank für deinen Hinweis!
          Gruß Christine

  23. Vielen Dank für diesen wunderschönen Text! Ich hatte das Gedicht gerade bei Facebook gelesen und auch mich hat es sofort berührt. Bei der Recherche bin ich dann hier auf Ihrer Seite gelandet.

    Auch ich umgebe mich seit Jahren nur noch mit Menschen, die es verstehen, die Herzen so zu berühren, das die harten Striche des Lebens lernen, mit süßen Berührungen der Seele zu wachsen.

    Herzliche Grüße

    1. Ich freue mich, dass Sie über dieses Gedicht auf unserer Seite gelandet sind, Walburga. Sich nur noch mit Menschen umgeben, die … – das ist Balsam für die Seele. Herzliche Grüße
      Christine Radomsky

  24. Pingback: Sinncoach bloggt für lebenserfahrene Menschen in beruflichen Umbrüchen
  25. Liebe Monika, liebe Sabine, lieber Martin,
    vielleicht habt Ihr über mein langes Schweigen gewundert. 4 Wochen war ich 11.000 km von zu Hause weg, der Laptop blieb zu Hause. Mehr dazu irgendwann einmal.
    Vielen Dank für Eure starken Reaktionen auf das Gedicht! Mich beeindruckt, welche nuancierten Gedanken Ihr Euch dazu gemacht habt. Was genau Mario de Andrade mit der einen oder anderen Formulierung gemeint hat, können wir nur vermuten.
    Jedenfalls scheint das Gedicht in jedem, der es liest, etwas andere Töne zum Klingen zu bringen. Das hat sicher mit unseren Geschichten zu tun, den ganz konkreten Erfahrungen, die jeder von uns gemacht hat.
    “Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind… ”
    Überheblich oder einfach konsequent, klar und mutig? Eine Frage der individuellen Wertung – ich neige zu letzterer.
    Weil ich “absurd” als “nicht authentisch” interpretiere. Damit meine ich Menschen, die ihre Menschlichkeit – ihre Bedürfnisse, Gefühle und Verletzlichkeit –
    hinter dicken Masken der Konvention verbergen, die sie auch anderen aufzwingen möchten. Und ja – auch ich will meine Lebenszeit lieber mit authentischen Menschen verbringen. Mit Kindern und Menschen jeden Alters, die staunen, nachdenken, Neues lernen, lachen und weinen können. Die unperfekt sind und immer wieder das Wesentliche in ihrem Leben suchen.
    Und die die Herzen anderer berühren können, wie sich Andrade wünscht. “Wir sind alle auf der Suche und ich glaube nicht, dass der Reifeprozess irgendwann abgeschlossen ist”, schreibt Du, Sabine. Ja, das teile ich.
    @Monika: Ganz herzlichen Glückwunsch zum geänderten Arbeitsvertrag und mehr selbstbestimmter Zeit in 2018!
    Liebe Grüße
    Christine

  26. Liebe Monika,

    danke für Deine Antwort und Dein Nachdenken über meine Worte. Um ehrlich zu sein, habe ich nur immer mal nachgesehen, ob Christine mir geantwortet hat. Eine andere Antwort hatte ich gar nicht erwartet und musste jetzt erstmal nachdenken, was ich mit Deinem Angebot anfangen will. Tja, jetzt denke ich, dass ich beweisen will, dass meine Seele es nicht eilig hat und sich Deiner Seele bei einem Glas Wein bei Hiltl durchaus öffnen könnte. Ich werde mich also bei Christine in den nächsten Tagen mal nach Deiner email erkundigen und Dir dann man ausserhalb des Sinncoach Blogs schreiben.

    Mit lieben Grüssen und hat mich obwohl unerwartet doch gefreut Deine Antwort.
    Sabine

  27. Liebe Christine,
    ich kann mich mit Teilen des Gedichts identifizieren, andere Teile finde ich fast überheblich.
    Mir geht es auch so, dass meine Zeit kostbarer wird, aber ich würde nicht sagen, dass ich mich nur mit einer bestimmten Sorte ausgereifter Mensch umgeben will. Ich finde das eher gefährlich. Unsere Gesellschaften spalten sich immer mehr auf, eben vielleicht weil einige Menschen glauben, sie wären besser als andere.
    Ich denke, dass im Grunde alle Menschen gleich sind. Oft weiss ich selbst nicht warum ich mich zu dem einen hingezogen fühle und zu einem anderen nicht. Einige Menschen, wie die engste Familie, sind in unserem Leben, ohne dass wir sie bewusst ausgesucht hätten und das hat auch seinen Reiz. Jedenfalls sind es nicht immer nur die reifen Menschen, die mich berühren und ich stelle immer wieder fest, dass Menschen erstaunliche Entwicklungen machen können: oft folgt plötzlich eine enorme Reifung auf eine Krise, eine Reifesprung nach einer langen Periode der Stagnation. Wir sind alle auf der Suche und ich denke nicht, dass der Reifeprozess irgendwann abgeschlossen ist.
    Meine Seele hat es auch nicht eilig. Ich gebe ihr Zeit, aber was ich bei mir feststelle, ist dass ich zunehmend auf mich selber höre, mich weniger manipulieren und beeinflussen lasse und viel freier und souveräner über die Verwendung meiner Zeit entscheide. Ich bin heute selbst der Massstab für die Verwendung meiner Zeit.

    1. Nach Deinem Artikel, liebe Sabine, habe ich mir die Zeit genommen, das Gedicht noch einmal anzuschauen. Nicht zuletzt, weil es auf der einen Seite mich 100% ansprach und berührte – aber auch, weil ich genau wie Du, einige Aussagen etwas überheblich fand. Aber warum?
      Was genau ist eigentlich die «Seele», die es da eilig hat? Es gibt im Internet sehr viel darüber zu lesen. Die Philosophen diskutieren über die «Seele» scheinbar schon sehr lange. Letztendlich muss wohl jeder selbst seinen Frieden mit seiner «Seele» finden. Der Autor, dessen Seele es eilig hat, wird schliesslich etwas deutlicher, wenn er sagt:

      „Ja … ich habe es eilig … um mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.“

      Kann man daraus lesen, dass er «Reife» anstrebt – und möglichst schnell? Geht es um eine Persönlichkeitsentwicklung und auch um die verbleibenden Lebensjahre des Autors, die er für diese Entwicklung hat? Diese wenige, verbleibende Zeit verrät er uns in den ersten Zeilen:

      „Ich zählte meine Jahre und entdeckte, dass mir weniger Lebenszeit bleibt als die, die ich bereits durchlebte.“

      Aber zurück zur» Reife». «Menschliche Reife»: was ist das? Steht alles im Netz – und ist alles so fantastisch und toll, dass es unmöglich einen einzigen Menschen geben kann, der alle diese wunderbaren Eigenschaften schon hat.
      Ich hoffe nicht, dass der Autor anstrebt, NUR von «reifen» Menschen umgeben zu sein.
      Ein Satz, der mir sehr gefiel, war:

      „Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die das Herz anderer zu berühren wissen.“

      Es könnten Kinder sein. Sie gehören zu den Menschen, die sehr leicht das Herz berühren, ohne über «Reife» verfügen zu können.
      Der härteste Satz für mich war:

      » Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.“

      «nicht gewachsen» habe ich mir als «unreif» übersetzt.
      Wie kann man «Unreife» beschreiben? Im Netz werden die bedauernswerten, unreifen Menschen beschrieben und man möchte a) keiner sein und b) auch möglichst wenige in seiner Nähe haben. Die gute Nachricht: es gibt auch hier sicher keinen Menschen der NUR negative Eigenschaften besitzt. Allerdings gibt «no go’s» – und da kann jemand noch so das Herz berühren – wenn er/sie rücksichtslos und zickig ist, dann darf er sich gern andere Freunde suchen. Ich möchte mit diesen Menschen auch nicht unnötig viel Lebenszeit verbringen, wenn …. ja (seufs), WENN ICH SIE DENN immer so einfach ERKENNEN KÖNNTE? Und da teile ich Deine Sicht, dass man oft zu voreilig über Menschen urteilt. Kinder entscheiden in Sekunden, mit wem sie spielen möchten und mit wem nicht. Als erwachsener, reifer Mensch, sollte man allerdings über mehr Fähigkeiten verfügen, um sein Umfeld bewusster wahrnehmen und bewerten zu können.
      Ist das die Reife, die der Autor anstrebt? Wie schrieb er:

      „Ja … ich habe es eilig … um mit der Intensität (Weisheit) zu leben, die nur die (eigene) Reife (mir) geben kann.“

      Meint er «Intensität» oder «Weisheit»? Geht er davon aus, dass er die Reife schon besitzt, um die ihm «wichtigen» Menschen in seiner Umgebung zu erkennen. Oder ist er auf dem Weg sie zu finden … und hat es eilig, weil er keine Zeit mehr verschwenden will.
      Oder:

      „Ja … ich habe es eilig … um mit der Intensität zu leben, die nur (der Umgang mit) /die Reife(n Menschen mir) geben kann.“

      Dann fände ich ihn allerdings auch überheblich. Und er würde Kinder ausschließen, was ich sehr schade fände. Für mich bleibt offen, was seine „Seele“ eilig hat zu tun.

      Dennoch: Er sagt, was ich mir auch wünsche und nie zu sagen wagen würde. Genau deshalb, um nicht in den Ruf der Überheblichkeit zu kommen! Die Sache mit der Schokolade fand ich wesentlich einfacher! 😉

      Und falls Du Lust hast, liebe Sabine, darüber mit mir zu plaudern – oder über anderes – wie wäre es mit einem gemeinsamen Essen bei «Hilt» oder einem Glas Wein in der «Züri Bar» am Bürkliplatz. Ich würde mich freuen. 😊
      Liebe Grüsse aus Zürich von
      Monika

  28. Liebe Christine,
    dieses Gedicht hat auch mich berührt. Wenn man älter wird, muss man durchaus nicht ALLES ruhiger und gelassener sehen … besonders, wenn es um dass uns Wesentliche geht!

    Heute habe ich meinen geänderten Arbeitsvertrag unterschrieben: mit einer Arbeitszeitreduktion auf 85%. Ich freue mich auf mehr selbst-bestimmte, freie Tage 2018 … sie sind meine Schokoladenstückchen! 🙂

    Viele liebe Grüsse von Monika

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